Gebärdensprach-Anfragen sind in NEO jetzt erste Klasse

NEO unterstützt jetzt eigene Anfragetypen für Gebärdensprachdolmetschen — zunächst für DGS (Deutsche Gebärdensprache, oft auch als GSD angefragt) und ASL (American Sign Language).

Das sind echte Sprachpaare im Buchungsprozess — kein Freitextvermerk auf einem gesprochenen Auftrag. Projektmanager und Auftraggeberportale können die passende Modalität direkt anfragen und danach Disposition, Bestätigung und Abrechnung über denselben kommerziellen Pfad wie bei anderen Dolmetscheinsätzen führen.

Vier Anfragetypen, die LSPs heute verkaufen können

Gebärdensprache passt nicht in ein einziges Lieferformat. Auftraggeber brauchen je nach Dringlichkeit, Ort und Teilnahmesituation unterschiedliche Setups. NEO deckt vier operative Anfragetypen ab:

  • Vor Ort beim Auftraggeber — Dolmetscher am Einsatzort für Termin, Beratung oder internes Meeting.
  • Vor Ort an einem externen Veranstaltungsort — Dolmetscher an einem Drittort, wenn der Einsatz nicht an der üblichen Adresse des Auftraggebers stattfindet.
  • Sofort-Video (VRI) — Video-Remote-Sitzung starten, wenn der Bedarf unmittelbar ist und ein Kamerakanal verfügbar ist.
  • Geplantes Video (VRI) — Videositzung für festes Datum und Uhrzeit planen, inklusive Mehrparteien-Meetings.

Telefon und AI Call bleiben für gesprochene Sprachen. Gebärdensprache braucht Video oder denselben Raum — NEO hält diese Grenze klar, damit Anfragen nicht im falschen Kanal landen.

Was hinter der Anfrage steckt

  • DGS und ASL als wählbare Sprachen mit Gebärdensprach-Logik in Disposition und Policy.
  • Sprachpaare wie DGS ↔ Deutsch oder ASL ↔ Englisch, einschließlich der gesprochen ↔ Gebärde-Richtungen, die Auftraggeber tatsächlich einkaufen.
  • Dieselbe Tarifhierarchie sowie Claims- und Rechnungspfad wie bei anderen Auftragstypen, sobald Sign-Tarife konfiguriert sind.
  • Portal- und Wizard-Buchung für die Videotypen; E-Mail-Anlage für Vor-Ort- und geplantes Video, wo die Policy es erlaubt.
  • Unterstützung durch den NEO Assistant, um DGS und ASL zu klären, wenn eine Anfrage vor dem Anlegen noch unklar ist.
  • Sichtbarkeit im Request Management, damit Disposition Sign-Aufträge ohne Notizsuche erkennt.

Die Durchführung nutzt qualifizierte menschliche Dolmetscher auf den Video- und Vor-Ort-Workflows, die NEO bereits betreibt. Das ist keine automatische Gebärdenerkennung und kein KI-Avatar-Produkt.

Kommerzielle Use Cases, die Käufer interessieren

Das sind Situationen, die Sprachdienstleister jede Woche hören — und in denen ein eigener Sign-Anfragetyp Abstimmung reduziert:

  • Gesundheit und Kliniken — gehörlose Patientinnen und Patienten sowie Behandelnde brauchen DGS ↔ Deutsch für Aufnahme, Befundgespräch oder Nachsorge. Sofort-Video für denselben Tag; geplantes Video oder Vor Ort, wenn der Termin feststeht.
  • Behörden und soziale Dienste — Fallgespräche, Leistungsinterviews und kommunale Termine mit Accessibility-Pflicht — im Amt oder an einem externen Ort.
  • Recht und Notariat — Beratungen und Vorbereitungstermine mit klarem Sprachpaar, bestätigtem Dolmetscher und nachvollziehbarer Buchung für den Auftraggeber.
  • Arbeitsplatz und HR — Onboarding, Mitarbeitergespräche, Schulungen und interne Formate, bei denen Arbeitgeber zuverlässige DGS- oder ASL-Abdeckung brauchen, ohne ihr Portal neu aufzusetzen.
  • Kundenservice und Filialbetrieb — Teams, die gehörlose Kundinnen und Kunden per Video bedienen müssen, wenn ein Vor-Ort-Dolmetscher nicht rechtzeitig eintreffen kann.
  • Internationale und US-nahe Aufträge — ASL ↔ Englisch per Video für Unternehmens-, Bildungs- oder Partnertermine, wenn der reine Spoken-Katalog nicht ausreicht.
  • Events und Mehrparteien-Sitzungen — geplantes Video, wenn Teilnehmende von verschiedenen Orten dazukommen und der Dolmetscher vorab bestätigt sein muss.

Warum das in ein Betriebssystem gehört

Ohne eigene Sign-Typen landet der Bedarf oft in E-Mail-Notizen („Gebärdensprache“, „GSD“, „ASL bitte“) — und man hofft später auf den richtigen Vendor. Das erzeugt Risiko: falsche Modalität, unklare Kamera-Erwartung, unklare Tarife und langsame Bestätigung.

Mit Sign-Anfragetypen in NEO ist das Angebot klar. Auftraggeber fragen, was sie brauchen. Disposition allokiert gegen die richtigen Skills. Finance nutzt dieselbe Tarif- und Rechnungslogik. Der LSP kann DGS- und ASL-Arbeit als Produktlinie verkaufen und liefern — nicht als Ausnahme.

Was als Nächstes einzurichten ist

  1. DGS- und ASL-Vendor mit den richtigen Sprachpaaren bestätigen.
  2. Sign-Tarife für Vor-Ort- und Video-Modalitäten konfigurieren.
  3. Sign-Auftragstypen in Auftraggeber- und Filialportalen freischalten, wo gebucht werden soll.
  4. Projektmanager und NEO-Assistant-Nutzer briefen, GSD/DGS versus ASL bereits im Intake zu klären.

NEO ist heute bereit für GSD/DGS- und ASL-Anfragetypen. Der kommerzielle Nutzen ist klar: klarerer Intake, sauberere Operation und ein verkaufbares Sign-Angebot in derselben Dolmetschplattform.